RealLabor Leipzig

Großzügigkeit, eine Utopie?

Großzügigkeit.

Das war das Thema der Leuphana Utopie-Konferenz 2026.


Ein Wort, das zunächst vielleicht ungewohnt wirkt, wenn Menschen aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Ökonomie zusammenkommen. Für uns wurde es in diesen drei Tagen sehr konkret.
Großzügigkeit zeigte sich in der Fülle der Begegnungen, in langen Gesprächen, im Teilen von Erfahrungen und Wissen und in der Bereitschaft, sich auf Menschen und Gedanken einzulassen, die außerhalb des eigenen Blickfelds liegen.

Wir haben inspirierende Menschen erlebt, die wir bisher nur aus Büchern, Sendungen oder ihrer Arbeit kannten. Barbara Bleisch, Aladin El-Mafaalani, Stephan Marks, Marlene Engelhorn, Tina Uthoff, Max Uthoff und viele weitere waren nicht nur auf der Bühne, sondern mitten im Austausch ansprechbar.

Wir haben Freunde der Bildungsinnovation wiedergetroffen, neue Menschen kennengelernt und ganz nebenbei neue Begriffe gelernt. Wir haben über Schule, Gesellschaft, Scham, Wut, Gerechtigkeit, Transformation und Utopien gesprochen.

Und manchmal entstand das wichtigste Gespräch einfach in der Kaffeeschlange.

Genau diese Mischung hat die Konferenz für uns besonders gemacht: die großen gesellschaftlichen Fragen und die ganz persönlichen Begegnungen. Die Impulse auf den Bühnen und die Gespräche, die sich völlig ungeplant entwickeln.

Gleichzeitig nehmen wir auch Fragen mit. Sind wir manchmal zu sehr in unserer eigenen Bubble? Wie können wir die Verbindung zu Menschen stärken, die nicht auf solchen Konferenzen sitzen? Und welche positiven Erfahrungen von Veränderung werden bisher noch viel zu wenig sichtbar?

Wir glauben: Solche Orte der Verbundenheit brauchen wir.

Orte, an denen Menschen zusammenkommen, sich gegenseitig stärken und den Mut finden, neue Wege weiterzugehen.

Danke an alle Menschen, die diese drei Tage möglich gemacht und mit Leben gefüllt haben. An die vielen helfenden Student:innen, die Köch:innen und alle liebevoll Mitwirkenden.


Und danke an Maja Göpel für diesen besonderen Raum, der gezeigt hat, wie viel entstehen kann, wenn ein vielfältiges Ökosystem zusammenkommt.

Wir nehmen viel mit. Vor allem die Erfahrung: Wir sind schon viele.